Blowerdoor-Test
Bereits die 1. Wärmeschutzverordnung von 1977 fordert eine luftdichte Gebäudehülle.
Wenn es durch alle Ritzen zieht, dann ist klar: Das Haus/die Wohnung ist undicht. Und das kostet Energie. Doch auch wenn der Luftzug nicht spürbar ist, haben viele Häuser verborgene Lecks. Hier möchte ich Ihnen erläutern, wie unsere automatische, daher äußerst wirtschaftliche Blowerdoor-Messung abläuft:
Beim Blowerdoor-Test wird die Luftdichtigkeit von Wohn-gebäuden gemessen. Dazu wird ein Drucktest für das gesamte Gebäude oder einzelner Wohnungen durchgeführt. Mit Hilfe eines Gebläses wird dabei innerhalb des beheizbaren Bereichs eines Gebäudes/einer Wohnung eine konstante Druckdifferenz von 50 Pa zur Umgebung aufgebaut. Dies führt zu der allgemeinen Bezeichnung "Differenzdruck-Verfahren".
Die gebräuchlichste Messausrüstung für solche Untersuchungen heißt Blowerdoor, weswegen man auch allgemein vom Blowerdoor-Test spricht. In meinem Fall setzte ich eine Blowerdoor Typ B4 der Firma Minneapolis mit digitalem Druckmessgerät APT-2 ein.
Das Prüfverfahren wird eingesetzt ...
- für die Überprüfung der Gebäudedichtheit von Neu- und Altbauten nach Energieeinsparverordnung (EnEV) und DIN 4108-7
- für die Analyse von konstruktiven Schwachstellen der luftdichten Ebenen
- zur Begutachtung von Bauschäden durch konvektiven Feuchteeindrang
- für die Sicherung der Qualität der ausgeführten Arbeiten an der luftdichten Ebene
- für die Überprüfung der Dichtheit von Lüftungsanlagen
Mit dem beschriebenen Blowerdoor-Test und der Computer-gestützten Messautomatik erstellen wir die Differenzdruck-messung gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) und DIN 4108-7.
Dabei schauen wir nicht nur darauf, dass der Messwert stimmt. Auch im Falle eines positiven Tests gehen wir durch das Gebäude bzw. die Wohnung und überprüfen stichpunkt-artig alle relevanten Bauteile auf Einzelleckagen. Dazu setzen wir entweder eine Wärmebildkamera, ein Thermoanemometer oder ein Nebelgerät ein. Somit erhalten sie schnell, qualifiziert und wirtschaftlich ein aussagekräftiges Messergebnis.
Der Prüfbericht wird nach DIN EN 13829 - wenn gewünscht, sogar vor Ort - ausgestellt. Das Zertifikat ist der Nachweis über die Luftdichtheit nach Energieeinsparverordnung und die energie-sparende Bauweise ihres Objektes.
Bei Fragen zum Blowerdoor-Test können sie mich gerne anrufen. Ich stehe ihnen bei Fragen jederzeit zur Verfügung unter der Telefonnummer: 02 08 / 4 68 66 33.
Luftdichtheit ist eine Planungsaufgabe
Das Erstellen des Luftdichtheitskonzepts ist eine Planungsaufgabe, dessen Umsetzung zwischen den am Bau Beteiligten koordiniert werden muss. Insbesondere auch den technischen Gewerken ist das Konzept zu erläutern, um spätere Probleme bei der Ausführung zu vermeiden. Nachfolgend werden einige Beispiele angeführt, die für die Wichtigkeit der Luftdichtheit sensibilisieren sollen.
Dokumentation der Luftundichtheiten
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Hinweis zu den Fotos: Mit dem eingesetzten Thermoanemometer werden die Luftgeschwindig-keiten an den festgestellten Leckagestellen gemessen. Werte über 0,2 m/s weisen auf deutliche Einzelleckagen hin, die zum einen den Messwert des Blowerdoor-Tests verschlechtern, zum anderen zu Feuchtigkeitsproblemen infolge Kondensation und Schimmelpilzbildung an der Baukonstruktion führen können.
Diese Luftundichtheiten müssen auf jeden Fall nachgebessert werden, um spätere Bauschäden auszuschließen. Wichtig ist dabei zu beachten, dass der Blowerdoor-Test zu einem Zeitpunkt durchgeführt wird, an dem die kritischen Stellen zugänglich sind.














